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1. Nützliche Informationen zum Aufbau eines Help- oder ServiceDesk1.1 ITIL1.1.1 Allgemeines zu ITILIn IT-Insiderkreisen ist ITIL schon
längst "angekommen". Man spricht inzwischen von einem "de-facto-Standard". Was
steckt eigentlich dahinter?
Wie erwähnt ist ITIL die Abkürzung für den durch die CCTA in Norwich (England) im Auftrage der britischen Regierung entwickelte Leitfaden IT Infrastructure Library. ITIL ist ein weltweiter de-facto-Standard und beinhaltet eine umfassende und öffentlich verfügbare fachliche Anleitung zur Planung, Erbringung und Unterstützung von IT-Dienstleistungen. ITIL bietet die Grundlage zur Verbesserung von Einsatz und Wirkung einer operationell eingesetzten IT-Infrastruktur. An der Entwicklung von ITIL waren IT-Dienstleister, Mitarbeiter aus Rechenzentren, Lieferanten, Beratungsspezialisten und Ausbilder beteiligt. ITIL stellt eine Grundlage dar, welche einer stetigen Anpassung und Verbesserung unterliegt, die aus den Erkenntnissen einer Vielzahl umgesetzter Projekte sowie optimiert betriebener IT-Infrastrukturen resultiert. ITIL beschreibt die Architektur zur Etablierung und zum Betrieb von. Für ihre Anwender bedeutet ITIL jedoch viel mehr als nur diese Bücher. Hinter ITIL verbergen sich heute eine Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen aus den Bereichen
die in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt zur Weiterentwicklung und Unterstützung von IT Serviceorganisationen verwendet werden.
1.1.2 Weshalb wurde ITIL entwicklet ?Die Feststellung, dass Unternehmen und die öffentliche Verwaltung heute in hohem Mass von der Verfügbarkeit von Informationssystemen abhängig sind, hat Ende der Achtziger Jahre zur Konzeption und Entwicklung von ITIL geführt. Initiator war die CCTA (Central Computer and Telecommunications Agency), eine IT Dienstleistungsorganisation der britischen Regierung. Die Anforderungen der untersuchten Unternehmen und Organisationen glichen sich, ungeachtet ob es sich um die öffentliche Hand oder die Privatwirtschaft handelte, ob groß oder klein, ob zentralisiert oder dezentralisiert. Kosten mussten reduziert und die Qualität der IT Dienstleistungen musste verbessert werden. Als das ITIL-Projekt begonnen wurde, gab es keine umfassende Grundlage für die wirtschaftliche und zweckmässige Erbringung von IT Services. Heute sind die anerkannten Verfahrensweisen des IT Servicemanagement in ITIL dokumentiert. Zur Erarbeitung dieser „Best practice“ sicherte sich die CCTA der Zusammenarbeit von Experten, Beratern und erfahrenen Berufsleuten. ITIL ist bis heute die einzige umfassende, nicht-proprietäre und öffentlich zugängliche Verfahrensbibliothek in diesem Bereich. Das macht sie zum einzigartigen und wertvollen Produkt für alle IT Professionals.
1.1.3 Für wen wurde ITIL entwickelt ?Die IT Infrastructure Library wurde in erster Linie für Leute geschrieben, die für die Planung, Überwachung und Steuerung von qualitativ hoch stehenden IT Services verantwortlich sind. Es wird hauptsächlich beschrieben was getan werden muss und weniger wie es getan werden soll. ITIL ist für Organisationen jeder Grösse, ob öffentliche Hand oder Privatwirtschaft, hilfreich und wird heute rund um den Erdball eingesetzt. ITIL beschreibt in erster Linie Prozesse und Rollen. Diese behalten ungeachtet der eingesetzten Technologie ihre Gültigkeit. Ob interne Dienstleister, externe Lieferanten, Manager, Mitarbeiter, Softwareentwickler, Wartungsverantwortliche oder Testspezialisten: sie alle müssen die Anforderungen des IT Service Management kennen, damit sie den von ihnen erwarteten Beitrag leisten können.
1.1.4 Der Nutzen vom Einsatz von ITILITIL beschreibt ein systematisches, professionelles Vorgehen für das Management von IT Dienstleistungen. Die Library stellt nachdrücklich die Bedeutung der wirtschaftlichen Erfüllung der Unternehmensanforderungen in den Mittelpunkt. Die Arbeit nach den in ITIL beschriebenen „Best Practice“ bringt der Organisation:
1.1.5 ITIL und das BSI (British Standard Institution)Das BSI hat mit CCTA vereinbart, ihre Veröffentlichungen im Bereich von IT Service Management anzugleichen. Als eine Folge davon wurde die Überarbeitung der ITIL Bücher mit der Neufassung des BSI Code of Practice on IT Service Management abgestimmt. Die BSI Veröffentlichung dient als Management-Einführung für ITIL.
1.1.6 Unterhalt und Weiterentwicklung von ITILFür den Unterhalt und die Weiterentwicklung von ITIL ist die CCTA verantwortlich. Damit verbunden ist auch die Verpflichtung zur Ausweitung von ITIL, sei es inhaltlich oder von der Verwendung her.
1.1.7 Die ITIL PhilosophieZusammengefasst werden die auf ITIL-bezogenen Aktivitäten oft als die „ITIL-Philosophie“ bezeichnet. Darunter wird das Angebot an Dienstleistungen und Produkten verstanden, mit dem der de-facto-Standard im IT Servicemanagement unterstützt wird. Dieses Angebot bietet dem Kunden die zur Entwicklung eines IT Servicemanagement erforderlichen konsistenten Hilfestellungen. Die Entwicklung der Dienstleistungen begann damit, dass CCTA und ISEB im Jahre 1990 die ersten ITIL-basierten Examen entwickelten. Im Jahre darauf folgte die Gründung der itSMF als die Benutzervereinigung von ITIL. Diese non-profit Aktivitäten fanden ihr Echo in der wettbewerbsorientierten Entwicklung von ITIL-basiertem Training, Beratungsleistungen und unterstützender Software.
1.2 Service Management nach ITIL1.2.1 Was ist IT Service Management ?Die
Geschäftsprozesse in Unternehmen (hier der operative Bereich) werden zunehmend
durch die Informationstechnologie (IT) unterstützt. Da die Bereitstellung der IT
zumeist von speziellen Unternehmensbereichen oder Drittanbietern geleistet wird,
wird dies als Dienstleistung, als IT Service, bezeichnet. 1.2.2 Methoden des IT Service ManagementsEs wurden verschiedene Ansatzpunkte gewählt, um den IT Betrieb effizienter zu gestalten. Einige weit verbreitete Ansätze sind:
Ohne den Beitrag dieser Funktionen
schmälern zu wollen muß festgestellt werden, daß die Umsetzung einiger solcher
Funktionen nur der halbe Weg ist. Zum einen werden wichtige Funktionen nicht
betrachtet, zum anderen wird der Nutzen nicht voll ausgeschöpft, da die
Koordination der Funktionen nicht gewährleistet wird.
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